Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Anlageberatung. Er beschreibt den Stand vom 12. Oktober 2026. Die verwendeten Quellen findest du am Ende.
Wer 2026 eine App entwickeln lässt, klärt zuerst die Store-Regeln und die eigenen Datenfragen. Danach sucht man einen Anbieter, der das Projekt klein halten kann.
Eine App entwickeln zu lassen heißt zwei Aufgaben auf einmal. Jemand muss die App bauen, testen und in die Stores bringen. Und du musst wissen, was du selbst liefern musst, damit der Bau nicht an fehlenden Angaben hängen bleibt. Beides entscheidet sich meistens vor dem ersten Angebot.
Was die Stores 2026 verlangen
Google und Apple haben Regeln, die du kennen solltest, bevor du mit jemandem über deine App sprichst. Sie betreffen den Code und deine Angaben im Store.
Für Google Play gilt seit dem 31. August 2026: Neue Apps und App-Updates müssen Android 16, also API-Level 36 oder höher, als Zielversion festlegen. Bestehende Apps brauchen mindestens Android 15, also API-Level 35, um für neue Nutzer auf Geräten mit einer höheren Android-Version verfügbar zu bleiben. Ein Anbieter, der danach nicht fragt, kennt die aktuelle Lage nicht.
Apple verlangt eine Datenschutzrichtlinie. Laut den App-Store-Review-Richtlinien braucht jede App einen leicht erreichbaren Link dazu, im Metadatenfeld von App Store Connect und in der App selbst. Die Richtlinie muss sagen, welche Daten erfasst werden, wie und wofür. Apps müssen außerdem offenlegen, mit welchen Drittanbietern sie Nutzerdaten teilen, auch mit Analysewerkzeugen, Werbenetzwerken und fremden SDKs.
Erfasst deine App Nutzer- oder Nutzungsdaten, brauchst du die Zustimmung der Nutzer, auch wenn die Daten bei der Erfassung als anonym gelten. Apple lässt keine Apps zu, die personenbezogene Daten aus einer Quelle sammeln, die nicht direkt vom Nutzer stammt, oder das ohne ausdrückliche Zustimmung tun. Wer Daten an Dritte gibt, auch an eine fremde KI, muss klar sagen wohin und ausdrücklich fragen.
Für Apps in der Kinderkategorie gilt mehr: Sie dürfen keine personenbezogenen Daten oder Geräteinformationen an Dritte übermitteln. Und jede App muss erfasste Daten mit angemessenen Sicherheitsmaßnahmen schützen.
Kläre die Datenfragen deshalb vor dem Bau. Wer deine App entwickelt, muss wissen, welche Daten sie anfasst, wohin sie fließen und ob du überhaupt eine Zustimmung einholen willst. Sonst wird aus einem kleinen Projekt ein langes Nacharbeiten.
Was du vor dem ersten Angebot klärst
Schreib drei Dinge auf, bevor du jemanden beauftragst. Was macht die App konkret? Ein Satz reicht. Welche Daten erfasst sie? Und wer nutzt sie, auf welchen Geräten?
Ein Beispiel: Du willst eine App, mit der Handwerker vor Ort Angebote erstellen. Die Funktion ist dann das Erfassen eines Jobs, das Berechnen eines Preises und das Versenden eines PDFs. Die Daten sind Jobbeschreibung, Preis und Kundenkontakt. Die Geräte sind iPhones. Genau so eine App bauen wir selbst, Quotebefore. Mit diesen drei Antworten kannst du Angebote vergleichen, ohne dich in Technikfragen zu verlieren.
Fehlen dir die Antworten, fragt dich jeder seriöse Anbieter danach. Je genauer du bist, desto kleiner bleibt der Umfang, und ein kleiner Umfang ist schneller gebaut und leichter zu prüfen.
Agentur, Freelancer oder Studio
Agenturen verkaufen oft einen Prozess mit mehreren Rollen: Projektmanagement, Design, Entwicklung, Test. Bei einem großen Projekt mit vielen Abstimmungen kann das passen. Bei einer kleinen App zahlst du dann vor allem für die Abstimmung.
Freelancer sind direkter. Du sprichst mit der Person, die den Code schreibt. Fällt sie aus, steht dein Projekt still, und ob Store-Regeln und Datenschutz eingehalten werden, prüfst du selbst.
Ein Studio wie re-entry liegt dazwischen. Es gibt keinen monatlichen Agenturvertrag.
Wichtiger als die Kategorie ist, ob der Anbieter deine App als Produkt behandelt oder als Projekt. Ein Produkt hat einen klaren Zweck und klare Nutzer. Ein Projekt hat einen Zeitplan und ein Budget. Beides kann zusammenpassen, du solltest nur wissen, was du kaufst.
Was eine App wirklich kostet
Die Spanne ist riesig. Eine einfache App mit zwei Screens kostet weniger als eine mit Anbindung an dein ERP-System. Wer dir einen Festpreis nennt, bevor er deine drei Antworten kennt, rät.
Die bessere Reihenfolge: Du beschreibst die App, der Anbieter stellt Rückfragen, du bekommst ein Angebot mit klarem Umfang.
Die Kosten enden auch nicht mit dem Launch. Store-Regeln ändern sich, Betriebssysteme auch, siehe die neue Zielversion bei Google Play. Kläre vorher, ob der Anbieter nach dem Launch erreichbar bleibt.
Studioarbeit bei re-entry
re-entry ist ein unabhängiges App-Studio in Hanau. Die eigenen Apps kommen zuerst: Quotebefore für Angebote auf dem iPhone, Fazit für Gesprächsnotizen auf dem Mac, Hollin kommt bald. Daneben nehmen wir wenige Studio-Jobs an: eine App bauen, eine reparieren oder eine Site verbessern. Der Gründer sagt, das Studio kann die Preise der nächsten Agentur unterbieten und liefert bessere Qualität. Anfragen gehen an hello@re-entry.ai, mehr steht auf Studioarbeit und in Ein paar Studio-Jobs sind offen.
