Keine Rechts- oder Anlageberatung. Stand: 21. Oktober 2026. Die Quellen findest du am Ende des Artikels.
Du kannst eine App entwickeln lassen, ohne monatliche Agenturkosten zu zahlen. Du brauchst dafür ein Studio, das projektbezogen arbeitet, dir den Code überlässt und keine laufende Betreuung an den Build koppelt.
Viele Angebote für App-Entwicklung sehen auf den ersten Blick nach einem Projekt aus. Beim zweiten Blick steckt darin ein Retainer: monatliche Stundenpakete, laufende Wartung, ein Supportvertrag, der automatisch weiterläuft. Das ist nicht per se unseriös. Es ist nur oft teurer als nötig, wenn du eine klar umrissene App brauchst.
Was monatliche Agenturkosten wirklich bedeuten
Ein monatlicher Agenturvertrag klingt nach Sicherheit. Du bekommst eine feste Ansprechperson, Reaktionszeiten, regelmäßige Updates. Dafür zahlst du jeden Monat, auch wenn gerade nichts zu tun ist. Bei einer App, die du einmal bauen lässt und dann selbst betreibst, passt das selten.
Die Alternative ist ein projektbezogener Auftrag. Du beschreibst, was die App können soll. Das Studio nennt einen Preis für diesen Umfang. Wenn der Build fertig ist, endet die Zusammenarbeit. Du kannst später wiederkommen, musst es aber nicht.
Laut dem Referenzmaterial von re-entry arbeitet das Studio ohne monatlichen Agenturvertrag. Der Gründer sagt: Wir können die Preise der nächsten Agentur unterbieten und liefern bessere Qualität. Das ist eine Aussage, kein Versprechen an dich. Aber sie zeigt, wie ein Studio tickt, das projektbezogen arbeitet: Der Preis entsteht aus dem Umfang, nicht aus einer monatlichen Rate.
Woran du ein projektbezogenes Studio erkennst
Der Vertrag endet mit der Abnahme. Wenn im Angebot steht, dass nach dem Launch automatisch ein Wartungsvertrag beginnt, ist das ein Retainer. Ein projektbezogenes Studio trennt Build und Betrieb.
Der Code gehört dir. Das ist der wichtigste Punkt. Wenn du den Quellcode nicht bekommst, bist du an das Studio gebunden. Jede Änderung läuft über deren Stunden. Das ist ein versteckter monatlicher Kostenfaktor, auch wenn er nicht so heißt.
Es gibt keine Mindestlaufzeit. Ein Studio, das projektbezogen arbeitet, braucht keine Kündigungsfrist. Du beauftragst einen Umfang, das Studio liefert, du nimmst ab.
Die Verbraucherzentrale beschreibt bei Software, dass du bei fehlenden Updates Rechte haben kannst. Das betrifft eher gekaufte Software als Auftragsentwicklung. Für dich heißt es: Kläre vorher, ob der Build Updates für das aktuelle Betriebssystem einschließt. Sonst zahlst du nach dem Launch doch wieder für Anpassungen.
App entwickeln lassen: Die Kosten ohne Retainer
Die laufenden Kosten einer App verschwinden nicht, nur weil du keinen Agenturvertrag hast. Du zahlst sie nur an andere Stellen.
Apple erhebt für kostenpflichtige Apps und In-App-Käufe im Small-Business-Programm eine reduzierte Provision von 15 %, laut Apple. Für bestimmte Verkäufe, darunter automatisch verlängerbare Abonnements nach dem ersten Jahr, weist Apple ebenfalls 15 % aus. Google Play berechnet Entwicklern in der 15-%-Gebührenstufe für die ersten 1 Million US-Dollar Jahresumsatz eine Servicegebühr von 15 %, laut Google. Oberhalb dieser Grenze sind es 30 %.
Das sind laufende Kosten, die du nicht vermeidest. Aber sie hängen an deinen Umsätzen, nicht an einem Vertrag mit einer Agentur. Wenn deine App nichts verkauft, zahlst du auch nichts an Apple oder Google.
Dazu kommen Serverkosten, falls deine App ein Backend braucht. Und deine eigene Zeit für Updates, wenn Apple oder Google neue Anforderungen stellen. Google Play verlangt von Apps, dass sie eine aktuelle Ziel-API-Ebene verwenden. Apple hat Review Guidelines, die sich ändern. Das ist Arbeit, die nach dem Launch bleibt. Du kannst sie selbst machen oder projektbezogen vergeben.
Was du vor dem ersten Angebot prüfen solltest
Bevor du ein Studio anfragst, schreib auf, was die App können soll. Kein Lastenheft mit 40 Seiten. Zwei Absätze reichen: Wer nutzt die App, was ist die Hauptfunktion, was passiert danach.
Dann frag das Studio nach drei Dingen:
Bekomme ich den Quellcode nach Abnahme?
Gibt es eine Mindestlaufzeit oder einen automatischen Wartungsvertrag?
Was kostet der Build, was kostet der Betrieb getrennt?
Wenn das Studio bei Frage zwei zögert, weißt du Bescheid. Ein projektbezogenes Studio beantwortet alle drei Fragen direkt.
Mehr dazu, was du vor dem ersten Angebot wissen solltest, findest du im Artikel App entwickeln lassen 2026.
Datenschutz gehört in den Build, nicht in den Retainer
Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, die Datenschutzgrundsätze wie Datenminimierung bereits bei der Verarbeitung berücksichtigen. Das steht in der Verordnung selbst. Für deine App heißt das: Datenschutz ist Teil des Builds, nicht etwas, das du später monatlich dazubuchst.
Die DSGVO verlangt außerdem Datenschutz durch Voreinstellungen. Standardmäßig sollen nur die personenbezogenen Daten verarbeitet werden, die für den Zweck nötig sind. Das betrifft die Menge der Daten, den Umfang der Verarbeitung, die Speicherdauer und die Zugänglichkeit.
Wenn ein Studio dir sagt, Datenschutz sei ein laufender Service, den du monatlich bezahlen musst, ist das falsch. Die Grundlagen gehören in den Code. Was später bleibt, sind Anpassungen, wenn sich deine Verarbeitung ändert. Das kannst du projektbezogen beauftragen.
App reparieren oder weiterentwickeln ohne Retainer
Vielleicht hast du schon eine App und willst sie nur reparieren lassen. Auch das geht projektbezogen. Du beschreibst den Fehler, das Studio nennt einen Preis, du nimmst ab. Kein monatlicher Vertrag nötig.
Was du vorher prüfen solltest, steht im Artikel App reparieren lassen. Wenn du eine bestehende App weiterentwickeln willst, hilft dir App weiterentwickeln lassen.
Der Vorteil bei beiden: Du zahlst für die Arbeit, die anfällt. Wenn nach dem Fix nichts mehr anfällt, zahlst du nichts mehr.
Was ein unabhängiges Studio anders macht
Ein unabhängiges Studio lebt von seinen eigenen Apps. Das ändert, wie es Auftragsarbeit sieht. Es nimmt wenige Jobs an, weil die eigenen Produkte zuerst kommen. Es hat keinen Druck, dich in einen monatlichen Vertrag zu ziehen, weil es nicht von deinem Retainer lebt.
Laut dem Referenzmaterial von re-entry kommen die eigenen Produkte zuerst. Das Studio baut QuoteBefore, eine Angebots-App für Handwerker, Fazit, eine macOS-App für Gesprächsnotizen, und Hollin, das bald kommt. Daneben nimmt es wenige Studio-Jobs an: eine App bauen, eine reparieren oder eine Site verbessern.
Das ist ein anderes Modell als eine Agentur, die von Kundenprojekten lebt. Eine Agentur braucht laufende Einnahmen aus laufenden Verträgen. Ein Studio mit eigenen Apps kann einen Auftrag annehmen, abliefern und weitermachen.
Mehr dazu im Artikel Unabhängiges App Studio Deutschland.
Studioarbeit bei re-entry
re-entry nimmt wenige Studio-Jobs an: eine App bauen, eine reparieren oder eine Site verbessern. Die eigenen Apps kommen zuerst. Der Gründer sagt, das Studio kann die Preise der nächsten Agentur unterbieten und liefert bessere Qualität. Anfragen gehen an hello@re-entry.ai. Mehr dazu auf der Seite Studioarbeit.
