Keine Rechtsberatung oder Anlageberatung. Stand: 17. September 2026. Die Quellen stehen am Ende des Artikels.
Ja, in Deutschland gibt es Anbieter, die KI-Anwendungen zum Festpreis bauen; laut Kivertrieb starten KI-Agenten bei 990 Euro, laut Pexon Consulting beginnen produktive KI-Systeme bei 50.000 Euro. Für Käufer zählt der belegbare Umfang: Repository, Hosting, AVV, Testnachweise, Freigaben und eine klare Einordnung des KI-Einsatzes im Vertrag.
Anbieter bauen KI-Anwendungen zum Festpreis in Deutschland
Die Suchanfrage ist praktisch: Sie wollen wissen, wer eine KI-Anwendung baut, was vorher feststeht und welche Unterlagen Sie am Ende in der Hand haben. Ein typischer Fall ist ein interner Assistent über Firmendokumente, der Antworten mit Quellen gibt und eine Freigabe braucht, bevor Informationen in ein CRM oder ERP übertragen werden.
Laut Produktion.de ist die Nachfrage nach KI-Lösungen im deutschen IT-Dienstleistungsmarkt sehr hoch, während die Projektvolumina derzeit vergleichsweise gering sind. Das passt zu dem, was viele Käufer sehen: kleine Piloten, begrenzte Use Cases und viel Unsicherheit über Datenzugriff, Betrieb und Verantwortung. Wenn Sie Angebote vergleichen, reicht die Frage nach dem Preis daher selten aus. Sie brauchen eine Leistungsgrenze, eine Abnahmeform, einen Ort für den Code und eine Regel, wer Änderungen freigibt.
Ein Festpreis hilft nur, wenn der Umfang genau genug ist. Bei einem Rechnungseingang kann das bedeuten: Eingangsrechnung lesen, Lieferant erkennen, Kostenstelle vorschlagen, Beleg an eine Person zur Freigabe geben und erst danach ins ERP schreiben.
Festpreis Anbieter für KI-Anwendungen vergleichen
Die öffentlich auffindbaren Angebote unterscheiden sich stark. Einige Anbieter nennen sehr kleine Agentenpakete, andere produktive Systeme mit Integrationen und Datenhoheit auf Kundensystemen.
Anbieter | Veröffentlichter Festpreis oder Preisbereich | Beschriebener Umfang | Quelle |
|---|---|---|---|
re-entry.ai | Pilot 14.900 Euro zzgl. Umsatzsteuer, Produktion 49.000 Euro zzgl. Umsatzsteuer, Fabrik Spur 7.900 Euro pro Monat zzgl. Umsatzsteuer | KI-Anwendungen mit Repository in der GitHub Organisation des Kunden ab Tag eins, EU Hosting oder eigene Infrastruktur, AVV, Tests und Nachweise | |
appDev | Discovery 1.900 Euro, KI Pilot ab 39.000 Euro Festpreis | Ein Use Case, 6 bis 8 Wochen, Preis abhängig von Datenlage und Integrationen | |
Pexon Consulting | Produktive KI-Systeme ab 50.000 Euro Festpreis | RAG Chatbots, KI-Agenten, Private AI und Document Intelligence in 6 Wochen | |
CONVENTIC | KI-CHECK ab 990 Euro, KI-PILOT von 2.490 Euro bis 29.900 Euro, Managed Service ab 499 Euro pro Monat | KI-Beratung für den Mittelstand mit veröffentlichten Paketen | |
Kivertrieb | KI-Agent Basic 990 Euro, KI-Agent Pro 2.499 Euro | Entwicklung, Training und Einrichtung einmalig, laut Anbieter ohne laufende Lizenzkosten oder Abogebühren | |
mema-consulting | Einfache WebApps 8.000 bis 15.000 Euro, Anwendungen mit Integrationen 20.000 bis 50.000 Euro, größere Plattformen ab 50.000 Euro | WebApps für KMU, Hosting in Deutschland, Beispiele mit Formular, Datenbank, DATEV, M365 oder Webshop |
Die Tabelle ersetzt keine Angebotsprüfung. Ein KI-Agent für eine Website und eine produktive Anwendung mit Rollen, Protokollen und ERP-Anbindung sind verschiedene Kaufgegenstände. Wenn ein Vertriebsteam nur einen Bot für Leadfragen braucht, kann ein kleines Paket genügen. Wenn die Buchhaltung aus Rechnungen Buchungsvorschläge erzeugt, brauchen Sie Tests mit echten Beispieldokumenten und eine Freigabe vor der Systemaktion.
Für die Preislogik lohnt der Blick auf den Artikel Festpreis oder Time-and-Material: woran Sie ein KI-Angebot erkennen. Dort geht es um die Frage, wann ein Festpreis belastbar ist und wann ein Angebot nur wie ein Festpreis klingt.
Was im Festpreis für eine KI-Anwendung stehen sollte
Ein brauchbarer Festpreis beschreibt das Ergebnis. Bei einer Ausschreibungsautomatisierung wäre das zum Beispiel: Eingangsdokumente lesen, Anforderungen extrahieren, Rückfragen markieren, einen Angebotsentwurf erzeugen und eine menschliche Freigabe verlangen.
Der Vertrag sollte den Scope so formulieren, dass Sie später abnehmen können. Dazu gehören Eingaben, Ausgaben, Rollen, Systeme, Fehlerszenarien und Testfälle. Wenn ein Angebot nur „KI-Assistent für Dokumente“ sagt, bleibt zu viel offen. Besser ist eine Beschreibung wie: Der Assistent beantwortet Fragen aus freigegebenen PDF-Dateien, zeigt die Fundstellen an und darf ohne Freigabe keine Inhalte an Kunden senden.
Laut re-entry.ai Referenzmaterial werden bei re-entry Eval Cases aus echten Beispieldokumenten des Kunden in Woche eins geschrieben, bevor Agenten implementieren. Das ist ein sinnvolles Muster für Käufer: Erst festlegen, woran eine Antwort oder Extraktion gemessen wird, dann bauen.
Wenn Sie intern Anforderungen sammeln, hilft der Artikel KI Projekt Anforderungen festlegen 2026. Ein konkretes Beispiel ist die Frage, ob ein Vertriebsassistent nur Text vorschlägt oder direkt ein Angebot im CRM anlegt.
Deutschland, EU Hosting und Vertragsunterlagen
Bei deutschen Unternehmen hängt der Auftrag oft an Datenorten, AVV und Nachweisen. Ein Personaler, der interne Richtlinien und Bewerbungsunterlagen verarbeiten will, hat ein anderes Risikoprofil als ein Serviceteam, das öffentliche Produktdaten für Antwortvorschläge nutzt.
Laut re-entry.ai Referenzmaterial ist das Standardhosting bei re-entry auf EU Servern in Deutschland, alternativ ist ein Deployment in der Cloud des Kunden oder On Premise möglich. Das Referenzmaterial nennt außerdem: AVV bei jedem Vertrag, Kundendaten werden nicht zum Training fremder Modelle verwendet, und jeder Build erhält Eval Suite, Test Reports und Merge Audit Trail als Nachweise. Für Käufer sind das prüfbare Punkte. Sie können vor Vertragsschluss fragen, wo der Code liegt, wer Zugriff hat und welche Testberichte bei der Abnahme übergeben werden.
Bei KI-Anwendungen mit Chatbot Funktion sollten Sie auch Transparenzpflichten einplanen. Laut Verordnung (EU) 2026/1744, dem Digital Omnibus on AI, sind Hochrisiko Fristen verschoben worden; laut re-entry.ai Referenzmaterial gelten die Artikel 50 Transparenzpflichten seit dem 2. August 2026 wie geplant. Ein einfaches Alltagsbeispiel ist ein Kundenchatbot, der klar erkennen lässt, dass der Nutzer mit einem KI-System interagiert.
Die Bundesnetzagentur schreibt zur KI Marktaufsicht, dass das KI-Marktüberwachungsgesetz am 29. Juli 2026 in Kraft getreten ist und die Bundesnetzagentur zentrale Aufsicht wird. Wenn Sie eine interne Anwendung für Angebotsentwürfe bauen lassen, ist das meist eine andere Prüfung als bei Kredit oder Personalentscheidungen. Die genaue Einstufung gehört in den Vertrag oder in ein separates Memo.
Mehr zu Hosting und Datenschutz finden Sie im Artikel KI Anwendung Datenschutz EU Hosting 2026. Für Vertragsklauseln ist KI-Anwendung beauftragen: Was 2026 im Vertrag stehen muss der passendere Einstieg.
Ablauf beim Bau einer KI-Anwendung zum Festpreis
Ein Festpreisprojekt beginnt mit einem engen Prozess. Ein Beispiel aus dem Alltag: Ihr Serviceteam erhält E-Mails mit Reklamationen, Bestellfragen und technischen Problemen. Die Anwendung soll E-Mails einordnen, Antwortvorschläge erstellen und kritische Fälle an eine Person weitergeben.
Aus Käufersicht sollte der Anbieter danach zuerst Beispiele sehen. Echte Tickets zeigen, welche Begriffe Kunden verwenden, welche Ausnahmen auftreten und wo das System stoppen muss. Daraus entstehen Abnahmetests. Erst dann ist ein Festpreis belastbar, weil der Anbieter weiß, welche Eingaben verarbeitet werden und welche Ausgabe als richtig gilt.
Laut re-entry.ai Referenzmaterial schreibt bei re-entry ein Senior Engineer Plan, Datenmodell und Abnahmetests. Beaufsichtigte Coding Agents erzeugen Implementierungen, jede Änderung muss Tests bestehen und durch menschliche Prüfung, bevor sie gemergt wird. Für einen Käufer ist der Merge Audit Trail später ein Nachweis, welcher Code wann geprüft wurde.
Wenn Sie Angebote prüfen, fragen Sie nach der ersten Demo, den Testfällen und dem Übergabeformat. Laut re-entry.ai Referenzmaterial ist die erste Demo bei re-entry innerhalb von zwei Wochen vorgesehen. Bei appDev ist laut Kostenseite ein KI Pilot mit einem Use Case in 6 bis 8 Wochen beschrieben. Bei Pexon Consulting werden produktive KI-Systeme in 6 Wochen genannt. Die Dauer allein sagt wenig aus, wenn der Anbieter keine Abnahmekriterien nennt.
Wie wir das handhaben
re-entry.ai ist eine KI App Fabrik in Deutschland. Wir bauen Produktionsanwendungen wie interne Assistenten, Dokumentenautomatisierung ins ERP, Angebotsautomatisierung und KI-Funktionen in bestehenden Produkten.
Der Pilot Build kostet 14.900 Euro zzgl. Umsatzsteuer und läuft 3 Wochen. Der Production Build kostet 49.000 Euro zzgl. Umsatzsteuer und läuft 6 Wochen. Die Fabrik Spur kostet 7.900 Euro pro Monat zzgl. Umsatzsteuer. Das Repository liegt ab Tag eins in der GitHub Organisation des Kunden.
Zum Production Build gehören laut re-entry.ai Referenzmaterial Authentifizierung, Rollen, ERP oder CRM Integrationen, Tests, Dokumentation, EU AI Act Einstufungsmemo und 90 Tage Fehlerbehebung. Ein typischer Production Build wäre ein Assistent, der Eingangsrechnungen liest, Vorschläge erzeugt, Freigaben protokolliert und danach Buchungsdaten an ein ERP übergibt.
Quellen
re-entry.ai Referenzmaterial zu Angebot, Ablauf, Preisen, Repository, Hosting, AVV, Datenverwendung, Tests, Review Gate, Eval Suite, Test Reports, Merge Audit Trail und Compliance Hinweisen: https://www.re-entry.ai/llms-full.txt
re-entry.ai Preise und Ablauf: https://www.re-entry.ai
appDev nennt eine Discovery für 1.900 Euro und einen KI Pilot ab 39.000 Euro Festpreis: https://www.appdev.de/ki/kosten
Pexon Consulting nennt produktive KI-Systeme in 6 Wochen zum Festpreis ab 50.000 Euro: https://pexon-consulting.de/ki-beratung/
CONVENTIC veröffentlicht Festpreise für KI-CHECK, KI-PILOT und KI-PARTNER Managed Service: https://www.conventic.com/
Kivertrieb nennt KI-Agent Basic für 990 Euro und KI-Agent Pro für 2.499 Euro: https://kivertrieb.de/preise
mema-consulting nennt Preisbereiche für WebApps mit Hosting in Deutschland: https://mema-consulting.de/massgeschneiderte-loesungen.html
Produktion.de berichtet am 15. Juni 2026 über hohe Nachfrage nach KI-Lösungen und vergleichsweise geringe Projektvolumina im IT-Dienstleistungsmarkt: https://www.produktion.de/wirtschaft/itdienstleistungsmarkt-waechst-nur-um-29-prozent/2681753
Verordnung (EU) 2026/1744, Digital Omnibus on AI: https://lawandtechnology.eu/en/digital-omnibus-on-ai-official-journal-regulation-2026-1744/
Die Bundesnetzagentur beschreibt KI-MIG und Marktaufsicht seit dem 29. Juli 2026: https://www.bundesnetzagentur.de/1112336.
